Sizilien ist mit 112.700 ha Rebfläche die größte Weinregion Italiens. Dazu zählen auch die südwestlich liegende Insel Pantelleria und die nordöstlich gelegenen Liparischen Inseln. Seit Juli 2005 gibt es den ersten DOCG-klassifizierten Wein. DOC-Weine machen nur etwa drei Prozent der Gesamt-Rebfläche aus. Es gibt aber ausgezeichnete Landweine (IGTs). Zu den bekanntesten zählen die zwei Marken Corvo und Regaleali. Allerdings bleibt das Gros der Winzer namenlos. Nur ein Viertel der gesamten Produktion wird auf der Insel abgefüllt. Selbst Genossenschaften haben oft genug keine eigenen Abfüllanlagen. Trotz des guten Potenzials erkannten die sizilianischen Winzer später als auf dem Festland die Chancen eines Anbaus von Qualitätsweinen, der daher noch im Aufschwung begriffen ist. Sizilien ist eine der vielfältigsten Regionen Italiens, in der außergewöhnliche Gebiete wie die vulkanische Insel Pantelleria oder die Ätna-Hänge beheimatet sind.

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Nero d'Avola 2013
Artikel-Nr.: A1340
7,90 €
[10,53€/Liter]
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Alto 2014 Nero d'Avola
Artikel-Nr.: A2192
12,90 €
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Sizilien ist zwar das größte Weinbaugebiet Italiens, bis Mitte der 1990er Jahre war die Insel im Ausland aber in erster Linie für den alkoholverstärkten Süßwein Marsala bekannt. Lediglich ein Dutzend Betriebe exportierten ihre Weine, denn Siziliens riesiger Weinindustrie fehlte es definitiv an Dynamik. Und als weltweit das Interesse an aufgespriteten Weinen sank, hatte man Probleme, sich den geänderten Realitäten anzupassen. Nachdem man zunächst auf den Anbau internationaler Rebsorten gesetzt hatte, entdeckten die Winzer später heimische Rebsorten wieder, vor allem die Nero d'Avola. Der ist heute auf vielen Märkten der wichtigste und bekannteste Wein der Insel. Für die Zukunft ist aber eine positive Entwicklung zu erwarten. Die allgemeinen Standortbedingungen auf Sizilien sind für Wein sehr gut. Es gibt bereits einzelne, kleine Produktionen unbekannter regionaler Rebsorten, die das Interesse von Weinliebhaber wecken dürften. Dementsprechend werden bereits deren Stöcke vermehrt und Flächen damit bepflanzt. Sizilien ist deutlich größer, als es neben dem italienischen Festland auf der Karte erscheint. Die 22 Regionen mit kontrollierter Herkunftsbezeichnung (denominazione di origine protetta, kurz DOP) verteilen sich weit voneinander entfernt vor allem auf das westliche Ende, den Nordosten mit dem Hochlagenanbau um den Ätna, dessen Klimate und Böden so komplex sind, dass sie allein sehr unterschiedliche Weintypen hervorbringen. Der Süden dagegen ist heiß, arabisch und afrikanisch geprägt. Die Verantwortlichen der Weinbaupolitik, in Form des regionalen Landwirtschafts-Institutes IRVOS, unterteilen die weitläufige und facettenreiche Insel mit ihren kleinen Weinbauinseln wie Lipari, Salina oder Pantelleria in 17 Territorien. Doch sind dies namentlich nicht die DOP-Weinbaugebiete, sondern übergeordnete, geografische Bezeichnungen wie Tere Sicane oder Nebrodi. Zu den drei großen Regionen kommt die DOP Contea di Sclafani im bergigen Zentrum Siziliens. Hier ist die Weinbaufläche vergleichsweise klein, die Anzahl der Betriebe gering. Viel Weizen wird hier angebaut, ein wenig Wald ist auch noch in dem nördlichen Teil mit den Nebroiden übrig geblieben nach Jahrhunderten systematischer Ausbeutung. Dazu kommen kleine versprengte Anbaugebiete wie die vulkanische Insel Pantelleria.

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